• Schule

„Gott schaut nicht auf die Verpackung, sondern auf den Inhalt“ 2017

Die ungewöhnliche Lebensgeschichte von Oliver Schalk

Egmond Pril

Am  Freitag vor den Herbstferien erfuhren die Schüler des Evangelischen  Gymnasiums Leukersdorf die ungewöhnliche Lebensgeschichte von Oliver Schalk. Bereits als Kind hörte er während des Kindergottesdienstes biblische Geschichten. Obwohl er danach lange nichts mit Gott zu tun haben wollte und seine eigenen, oft krummen Wege ging, erklärte Herr Schalk, dass in dieser Kinderstunde der Samen für seinen späteren Glauben gelegt worden sei.
Als DDR-Jugendlicher kam Oliver Schalk auf die schiefe Bahn. Er revoltierte unter anderem  als Punk gegen das DDR-System und kam mit 17 Jahren ins Gefängnis. Nach der Wiedervereinigung schloss sich Oliver Schalk der Hooliganszene an, wurde Neonazi und eröffnete außerdem eine Kneipe. Sein Leben war bestimmt von Gewalt, Drogen, Alkohol und der Suche nach Anerkennung.
In diesem Zusammenhang warnte er die Schüler immer wieder vor Drogen und Alkohol, indem er auf die schlimmen Folgen aufmerksam machte. Auch für seine Suche nach Anerkennung und Bestätigung seien  die Drogen und der Alkohol nicht die richtige Lösung gewesen.
Nach einem der Treffen der Motorradbande "Hell's Angels" begann sich sein Leben zu verändern. Dort traf er Menschen, die ähnliches wie er erlebt hatten, aber trotzdem so ganz anders waren als seine bisherigen „Freunde“. Sie erzählten, wie Jesus ihr Leben verändert habe und  sie jetzt Christen seien.
Die christlichen Motorradfahrer beteten für Oliver Schalk, ohne dass dieser es wusste. Von da an kam es im  Leben von Oliver Schalk zu Begegnungen und Gesprächen, die ihn immer mehr in eine Beziehung zu Gott führten und ihn wirklich tiefgreifend veränderten. Ihm wurde bewusst, dass er Gott nichts vormachen kann und muss denn, so Oliver Schalk:  „Gott schaut nicht auf die Verpackung, sondern auf den Inhalt.“
Heute ist Oliver Schalk Kinderpastor in einer Berliner Gemeinde, deren Schwerpunkt es unter anderem ist, sich um drogenabhängige Menschen zu kümmern.

Dr. Susanne Willuhn-Wolff


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