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Israel, ein Land mit vielen Gesichtern

Egmond Prill, Autor und evangelischer Theologe zu Besuch an unserer Schule

egmond prill

Leukersdorf – Aus seiner Sympathie für Israel, den vor 70 Jahren im Nahen Osten gegründeten Staat macht Egmond Prill keinen Hehl. Wie ein Vater sein Baby hält der aus Zschopau im Erzgebirge stammende Theologe und Journalist an diesem 5. Novembermorgen 2018 eine Karte hoch, auf der der jüdische Staat in eine Deutschlandkarte eingezeichnet ist. „Um euch mal zu zeigen, wie klein dieses Land ist, und dass die Juden fast zweitausend Jahre warten mussten, bis sie ins Land ihrer Väter zurückkehren konnten“, sagt Prill in der Aula vor Gymnasiasten und Oberschülern am Evangelischen Schulzentrum, die gebannt auf die Leinwand schauen, wo ein Kurzfilm die kulturelle und historische Vielfalt Israels zum Besten gibt. Rund Dreiviertel der knapp neun Millionen Einwohner Israels sind Juden, wobei auch die Christen als Minderheit Präsenz zeigen. Land auf landab stehen in Israel, dem Heiligen und Geburtsland Jesu Christi christliche Gotteshäuser, die alljährlich Millionen Touristen aus aller Welt anziehen.

 

Wohlstand und freies WLAN

Egmond Prill

Bis heute ist das Land zwischen Ägypten, Jordanien und dem Libanon die einzige Demokratie im Nahen Osten. Ein Land, das seinen Bürgern die allgemeinen Bürger- und Menschenrechte garantiert, das über 62 modern ausgestattete Hochschulen und Universitäten verfügt und dessen Regierungen frei gewählt werden, wovon die Bewohner der muslimisch geprägten Nachbarländer nur träumen können. „Trotz seiner politischen Insellage ist Israel ein Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt, Juden und Nichtjuden, die das angenehme Klima, die gute, auch digitale Infrastruktur und nicht zuletzt die dank hoher Militärausgaben stabile Sicherheitslage im Land wertschätzen“, beschreibt Prill das Leben in dem kleinen Staat, der kaum größer als Hessen ist und sich in mehreren Kriegen erfolgreich gegen die Feindseligkeiten seiner arabischen Gegner zur Wehr setzen konnte. Auch Israels Gesundheitssystem zählt heute zu den besten der Welt, und regelmäßig finden israelische Forscher Gehör auf internationalen Tagungen und Kongressen.

Was nur wenig bekannt ist: Der USB-Stick stammt aus Israel ebenso wie das erste Solarmodul. Kaum ein Smartphone würde funktionieren, ohne die zahlreichen Patente israelischer Entwickler. Das Land hätte im Fall eines neuen Nahostkrieges viel zu verlieren und ist daher auf Unterstützung aus dem Westen angewiesen. Häufig pendelt Theologe Prill daher zwischen Europa und dem Nahen Osten, um PR für Israel, sein Israel zu machen, um, wie er sagt, „zu informieren, aufzuklären und für gegenseitiges Verständnis zu werben“.

 

Benedikt Vallendar


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